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Die digitale Messe als Chance für ein Familienunternehmen

Ausbildung
10.07.2021
Von Kevin Blanc
5 min Lesezeit

Chronoswiss, die kleine Uhrenmanufaktur im Herzen von Luzern, ist auf einer internationalen Uhrenmesse vertreten. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, wurde durch die Verlagerung der Messen ins Digitale aufgrund von Corona auf einmal Realität.

Chronoswiss auf der grossen Bühne von Watches and Wonders

Mit der Digitalisierung der Messen wurde der physische Grössenunterschied auf einen Schlag komplett ausgehebelt. Nicht mehr das Budget und die damit verbundene Grösse des Messestandes entschieden über die Aufmerksamkeit von Besuchern, sondern Inhalt, die Geschichte und die Uhr an sich rückten in den Fokus.

Das spielte einer kleinen Uhrenmanufaktur wie Chronoswiss in die Karten. Hier sind das Handwerk und die Kunst des Uhrenmachens noch sichtbar, jede Uhr hat eine ganz spezielle Geschichte und es sind ein paar wenige Menschen, starke Charaktere, die hinter einer Uhr stecken.

Ein weiterer Antrieb war selbstverständlich die Coronapandemie. Chronoswiss wurde, wie so viele Unternehmen, gezwungen, neu zu denken, was den persönlichen Kontakt mit ihren Kunden anbelangte. Der Besuch im Atelier mitten in der Luzerner Innenstadt war gerade für internationale Kunden unmöglich geworden. Es stellte sich also die Frage, wie das Erlebnis eines Besuchs im Atelier in Luzern in die digitale Welt transferiert wird.

Digitale Transformation im Eiltempo

All diese Umstände führten dazu, dass sich Chronoswiss entschied, sich für die Watches and Wonders 2021 anzumelden. Mit der Anmeldung kam eine klare Frist. Mit den Worten: „Wir haben uns da angemeldet, jetzt müssen wir… Könnt ihr so was?“ Meldete sich Beat Weinmann dann gut zwei Monate vor Messebeginn bei uns. Und diese Umstände beschleunigten vieles. Was folgte, war ein Digitalisierungsprozess, welcher bei anderen Unternehmen vermutlich Jahre gebraucht hätte.

Dank Coaching und massgeschneiderten Setup zum Showmaster

Möglich gemacht haben diesen schnellen Prozess eine sehr enge Zusammenarbeit und sehr viel Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde. Obwohl wir vorher noch nie mit Chronoswiss zusammengearbeitet hatten, waren uns gewisse Gesichter bekannt. Mit Beat Weinmann zum Beispiel hatten wir schon Projekte realisiert, als er noch bei Ochs und Junior arbeitete.

Chronoswiss wollte nicht einfach ein Studio für Watches and Wonders sie wollten ein Tool, mit dem sie auch in Zukunft Kunden digital empfangen konnten. Umso wichtiger war es, dass wir zusammen mit Ihnen das Set-up entwickelten. Gemeinsam die Bedürfnisse und Anforderungen an das Set-up evaluierten:

Anschliessend stellten wir für Chronoswiss eine Shoppingliste zusammen mit allem benötigten Equipment, welches sie selbst kauften. In verschiedenen Coachings schulten wir die Mitarbeiter im Umgang mit dem Equipment, und klärten inhaltliche und dramaturgische Fragen.

Transparenz und Nähe als Grundsatz

Wir wollten das Erlebnis so gestalten, dass es sich anfühlt, als ob du gerade auf Besuch bei Chronoswiss in Luzern wärst. Wir setzten auf Transparenz und Nähe, Echtheit und Authentizität. Wir konnten und wollten keine Hochglanz-TV-Show abziehen, vielmehr wollten wir mit dem Motto „Wir machen so was zum ersten Mal, das ist für uns auch alles neu…“ punkten.

Die Geschichten waren alle da, wir mussten sie nur einfangen und so aufbereiten, dass sie in einem Call eingebaut werden konnten.

Doch was heisst es, eine ganze Messe online abzuhalten?

Die Watches and Wonders besteht aus einer Keynote und einer Vielzahl von Onlineaktivitäten. Interessenten konnten über die gesamte Dauer der Messe sogenannte Beratungsslots buchen. Diese persönlichen Gespräche kann man als digitales Äquivalent zum Kontakt mit den Besuchern am Messestand oder einem Besuch vor Ort bei Chronoswiss in Luzern verstehen.

Über die Zeitspanne von knapp zwei Wochen wurden so viele persönliche Gespräche und Präsentationen durchgeführt. Sowohl mit Kunden als auch mit Verkäufern auf der ganzen Welt. Mit zwei parallelen Kamera-Set-ups konnten zeitgleich mehrere Zoom-Calls mit je zwei Experten von Chronoswiss stattfinden. Je nach Kunde wurden verschiedene Mitarbeiter wie z. B. die Uhrmacherin, der Designer oder der Inhaber zum Call dazu genommen. Chronoswiss mutierte zur kompakten TV-Station. Sämtliche Calls wurden selbstständig und (fast ;) ohne unseren Support durchgeführt.

Ein Highlight der Teilnahme an der Watches and Wonders war eine halbstündige Live Präsentation im Haupt-Stream der Messe. Ein Gespräch, gefilmt mit 5 Kameras, einer Vielzahl von Einspielern und einer Q&A Session. Alles live vor Ort, mitten im Atelier in Luzern, wo im Hintergrund Uhrmacherinnen und Uhrmacher an der Arbeit waren. Bei der Live Keynote waren wir mit vor Ort und haben mit unserem Equipment ihr eigenes Set-up ergänzt.

Fragen an Beat Weinmann | Chronoswiss

Die Zusammenarbeit

Kevin und das LAUSCHSICHT-Team hören sich die Idee an, stellen die richtigen Fragen und bringen pragmatische Lösungen, die auf viel Erfahrung und eigenem Interesse an der Materie basieren. Es war eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit einem gemeinsamen Ziel.

Das Coaching

Das Coaching hat innerhalb weniger Tage und Wochen zu einer immensen Lernkurve in der digitalen Kommunikationsvermittlung bei Chronoswiss geführt.

Das Kamera Setup

Wir verkaufen mit diesem Tool erfolgreich direkt in Destinationen die wir vorher nicht bedienen konnten, führen Gespräche mit Medien und präsentieren unsere Uhren an zukünftige Vertriebspartner. Wir nutzen es teilweise täglich, ansonsten sicher 2 bis 3x die Woche.

Bild, Ton ist auf einem anderen Niveau. Es wird den Details unserer Uhren gerecht. Wir können mit dem Set-Up besser auf Lichtverhältnisse reagieren und die Kameras sensibler positionieren und einstellen.

Der Auftritt an der Watches and Wonders

Wir hatten ein professionelles Set-Up und konnten unsere Message auf eine sehr persönliche Art rüberbringen. So haben wir tolle Feedbacks bekommen.

Wie hat das Team reagiert

Der Umgang mit diesen Geräten und Möglichkeiten ist weitgehend akzeptiert. Es braucht nur noch wenig Überzeugung an einen Kunden es mal so zu versuchen. Zoom Link senden und ab ins Gespräch. Bsp. ein Kunde ruft an um sich über eine bestimmte Chronoswiss zu informieren. Statt die Beratung am Telefon zu machen, senden wir ihm einen Link und führen das Gespräch in einem noch viel persönlicheren Rahmen weiter.

Die Kunden reagieren erfreut über den professionellen, persönlichen Austausch. Der direkte Kontakt führt zu einem noch höheren Mass an gegenseitigem Vertrauen und schafft Verbundenheit.

Tipp für Interessierte

Lasst Euch von Anfang an direkt beraten. 

So wird viel Zeit und allenfalls auch Geld gespart…

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